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Griechenland: Tourismus soll Wirtschaft ankurbeln
Maßnahmen der Regierung geben griechischem Tourismus
kurzfristig neue Impulse.
Potsdam, 23. April 2010 – Die griechische Regierung setzt trotz Finanzkrise
weiter stark
auf den wichtigsten Wirtschaftsfaktor des Landes: den Tourismus. Das bestätigte Premierminister
Jorgos Papandreou am Mittwoch im Rahmen einer Veranstaltung der
Vereinigung griechischer Touristikunternehmen (SETE). Gleichzeitig kündigte Papandreou ein
umfassendes Maßnahmenpaket an, das ab sofort umgesetzt wird. Unter anderem werden die
Start- und Landegebühren der griechischen Flughäfen während der kommenden Sommersaison wegfallen – einzige
Ausnahme: der internationale Athener Airport Eleftherios Venizelos.
Premierminister Jorgos Papandreou sagte während der SETE-Versammlung unter
anderem, dass seine Regierung fest entschlossen sei, nicht nur das Land aus der
Krise herauszuführen, sondern auch den Tourismus wieder als eine der wichtigsten
Einnahmequellen zu etablieren.
Umfassendes Paket mit Sofortmaßnahmen
Diesen Worten werden umgehend Taten folgen. Die Regierung wird ein
umfassendes Paket an Maßnahmen beschließen, die in den nächsten Wochen in Kraft
treten. Dazu zählen folgende Regelungen:
- Die Start- und Landegebühren der griechischen Flughäfen werden für die
Dauer der kommenden Sommersaison komplett abgeschafft. In der Neben- und
Zwischensaison werden sie um 50 Prozent gegenüber dem heutigen Stand
reduziert. Diese Regelung gilt nicht für den Athener Airport.
Flugreisen nach Griechenland werden
so für Touristen deutlich preisgünstiger. So soll das Flugaufkommen
kurzfristig gesteigert werden. Die über den Sommer hinaus geltende Reduktion
soll zusätzlich die Saison im Sinne der Anbieter verlängern.
- Die so genannte „Cabotage-Regelung“ für Kreuzfahrtschiffe wird aufgehoben.
Diese Regel besagt, dass Schiffe aus Nicht-EU-Staaten keine innergriechischen
Strecken bedienen dürfen, was bisher u.a. dazu führte, dass US-Cruiseliner
Griechenland mieden.
Mittelfristig soll sich durch diese Maßnahme das
Aufkommen an Kreuzfahrtpassagieren verdoppeln. Dadurch würde eine
substanzielle Anzahl an neuen Arbeitsplätzen generiert.
- Insgesamt 100 Millionen Euro fließen in die Förderung kleinerer
Tourismusunternehmen in Griechenland. Priorität bei der Zuteilung haben
Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur und der Qualität.
So soll die im Ländervergleich seit Jahren
verschlechterte Wettbewerbsfähigkeit wieder hergestellt werden.
- Ein Paket aus infrastrukturellen Maßnahmen zur
Optimierung peripherer Airports und Yachthäfen wird definiert und gestartet.
- Neue und zusätzliche Ausbildungsprogramme für
Hotelfachkräfte und anderen tourismusaffinen Berufsgruppen werden eingeleitet.
- In enger Zusammenarbeit mit dem griechischen Hotelverband sollen
zusätzliche Anreize für ausländische Touristen geschaffen werden. Dazu gehört
z.B. die Senkung der Visumkosten für Reisende aus neuen, dynamischen Märkten
wie Russland oder Weißrussland.
Pressekontakt Redaktionsbüro
Griechenland-Tourismus c/o Stefanis Marketing Consulting GmbH Parzivalstr.
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